Zum jeweiligen Jahresbeginn eines Freischießenjahres trifft man sich seit 1988 im Schützenhaus. Mit einer Neujahrs- und Freischießenbotschaft wendet sich der `Sachsenhäuser Richter´ an die Schützen- und Ortsfamilie. Die Mitglieder der historischen Gruppen begleiten ihn dabei, die Kanoniere eröffnen mit Böllerschüssen die Feierlichkeiten und den Veranstaltungsreigen.

 

Zur Freischießeneröffnung 2020 ist der Richter zudem Mitspielender bei dem dort erstmals aufgeführten „Lustspiel“ `Sitzung des Rates der Stadt Sachsenhausen´ gewesen, wo man sich augenzwinkernd mit dem Antrag der Schützengilde auf Genehmigung der Durchführung eines Freischießens und Anekdoten und Erzählungen aus vier Jahrhunderten Schützen- und Stadtgeschichte beschäftigte.

 

So galt es zu klären, ob der Schützenkönig auch ein neues Kleinod gestiftet hatte (vgl.  1711: „Keller Wirth Daniel Hebeler hatt an das Kleinoth gestifftet nichts vnd ist Hinweg geZogen“) oder ob der Festausschuss bzw. der Festwirt eine gesicherte Getränkeversorgung gewährleisten konnten (vgl. 1714, dort „ist kein Freischießen gehalten worden in ermangelunge Bieres“).